Osteopathie
Der Begriff Osteopathie leitet sich von osteon (griechisch Knochen) und pathos (griechisch leiden) ab. Osteopathie versteht sich als eine Erweiterung bzw. Vertiefung der Manuellen Medizin. Der Abschluss der Weiterbildung Manuelle Medizin ist daher Grundvorraussetzung für die darauf aufbauende Osteopathe-Ausbildung für Ärzte.
Die Anfänge der manuellen Medizin reichen bis zu 5000 Jahre zurück ins alte Ägypten. Neue Überlieferungen stammen aus dem 5.Jahrhundert aus Griechenland. Der Arzt Hippokrates erwähnte als erster die Gelenke der Wirbelsäule als zentrales Bewegungsorgan. Damit legte er den Grundstein für die heutige Manuelle Medizin.
Bis ins 18. Jahrhundert wurde die „Chirotherapie“ von Heilern und Laien praktiziert. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in den USA zwei sich ähnelnde Behandlungskonzepte: Chirotherapie und Osteopathie. In Europa entsteht aus der amerikanischen Chirotherapie die Manuelle Medizin. Diese gehört heute zu den wissenschaftlich etablierten Richtungen in der Medizin. Ihr Arzt darf die Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin nur dann führen, wenn er eine dreijährige berufsbegleitende sehr anspruchsvolle Weiterbildung absolviert und eine Prüfung vor der Landesärztekammer erfolgreich abgelegt hat.
Der Amerikaner Dr. Andrew Still gilt als der Begründer der ärztlichen Osteopathie. In den USA entwickelt sich infolge ein universitäres Medizinstudium für Osteopathie mit einem akademischen Titel für Absolventen.
In Deutschland ist die Osteopathie als Behandlungsform bis heute ungeschützt. Immerhin ist es der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin 2009 gelungen, die Osteopathie als Teil der Manuellen Medizin anerkennen zu lassen. Seither gibt es in Deutschland für Ärzte die Möglichkeit, bei zertifizierten Weiterbildungsseminaren osteopathische Verfahren zu erlernen. Diese Ausbildung baut auf das im Medizinstudium erworbene Wissen auf. Nur wer Krankheitsbilder, Funktionsstörungen und ihr Erscheinungsbild kennt, ist in der Lage schnell und sicher eine Diagnose zu stellen, um dann eine erfolgreiche Therapie zu beginnen. Ihr Arzt muss zunächst die Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin erfolgreich absolvieren, bevor er eine Fortbildung in osteopathischen Verfahren beginnen kann. Diese umfasst ein Grundprogramm mit 193 Unterrichtseinheiten und ein Aufbauprogramm mit 144 Unterrichtseinheiten. Nach Abschluss des vollständigen Kursprogramme und nach Bestehen eines Examens mit mündlicher, schriftlicher und praktischer Prüfung, wird das „Diplom Ärztliche Osteopathie“ (D.Ä.O.) der ÄMM / BAOM erteilt.
Leider darf sich in Deutschland noch immer Jeder der möchte Osteopath nennen, gleich welche oder ob er überhaupt eine medizinische Qualifikation hat. Achten Sie daher auf die zertifizierte Ausbildung ihres Osteopathen und lassen Sie sich diese nachweisen! Nur ein in Manuelle Medizin und Osteopathie ausgebildeter Arzt ist in der Lage mögliche Risiken einer manuellen Behandlung zu beurteilen, Gefahren von seinem Patienten abzuwenden und die richtige Diagnose zu stellen, auf der dann eine erfolgreiche Therapie beruht.
Konzepte der Osteopathie
Parietales Konzept
Das Stützsystem des Körpers. Es beinhaltet Knochen, Muskeln, Gelenke, Sehnen, Faszien und Bindegewebe des menschlichen Körpers.
Viszerales Konzept
Die Aufhängungen der inneren Organe in Brust- und Bauchraum. Es handelt sich um bindegewebige Stränge, Faszien und Bänder die die Fähigkeit besitzen sich zu kontrahieren. Auch hier kann es zu Verspannungen kommen, welche die Funktion der Organe beeinträchtigen und Schmerzen verursachen können.
kranio-sakrales Konzept
Der Schädel als auch das zentrale und periphere Nervensystem, das mit dem Gehirn, dem Rückenmark und den Nerven sowie mit der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit einschließlich der zugehörigen Bindegewebshäute sowie dem Kreuzbein verbunden ist
Therapie
Die Therapieplanung erfolgt bei jedem Patienten individuell in einem Erstgespräch, in welchem eine Anamnese und ausführliche Befunderhebung durchgeführt wird.
Bitte beachten Sie unsere Zusatzleistungen:
Terminvereinbarung:
Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch unter 0335/50096270.
Behandlungskosten:
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Osteopathie um eine Privatleistung handelt. Die Abrechnung von Beratung und Behandlung erfolgt in Anlehnung an die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Bei Fragen stehen wir Ihnen telefonisch unter 0335/50096270 zur Verfügung.
